Bluni-Mails (5/5)




[Hera und Zeus]
*seufz* Und woher hast Du das? Hera und Zeus gab´s außerhalb der griechischen Mythologie nicht! Es gab nicht eine Göttin namens Hera und dann plötzlich - Plöpp! - wurde ihr ein Zeus an die Seite gestellt! Historisch mag sich die Konstellation so entwickelt haben, daß aus verschiedenen Kulturen frei nach Schnauze gemixt wurde, aber dabei wurden zumeist beide Konzepte bis zur Unkenntlichkeit vergewaltigt. Oftmals war der Schöpfergott auch ein geschlechtsloses Wesen bzw. ein Zwitter. Selbst der israelische Gott Jehova - die Wurzel allen Buchreligionenübels - ist per Definition geschlechtslos! Er trägt weder weiblichen noch männlichen Artikel. Denn dichtete ihm die - sicherlich männlich geprägte - Sprache an. Die Griechen haben ihre Götter generell sehr vermenschlicht! Mit menschlichen Schwächen und Stärken. Ich sehe keinen Anlaß sich ein Detail herauszupicken und zu behaupten, daran erkenne man den grundsätzlich frauenfeindlich, patriarchalen Charakter. Das ist übersensibel und in seiner Naivität wohl kaum zu übertreffen. Jagdgötter waren auch häufig vorher mit männlichen Göttern (Tieren) belegt und wurden bei den Griechen in beide Geschlechter gesplittet oder sogar per Geschlechtsumwandlung vollständig weiblich! Dein Argument stützt sich auf die historische Dynamik, aber nicht auf die tatsächlich Menschen prägende Dogmatik!

>>Man kann gerade bei der Mythologie eben nicht immer eins zu eins auf die Kultur schließen!<<
>Natürlich nicht eins zu eins. Aber irgendwie kann man nicht selten auf den Gedanken kommen: Götter sind auch nur Menschen! ;-)<
Eben! Und gerade bei den Griechen! Deswegen bekommt Zeus des öfteren eines auf den Deckel! Deswegen gibt es gerade bei den Griechen keinen eindeutig schwarzen oder weißen Gott. Kein eindeutiges gut oder böse! Mir scheint, Du bist etwas sehr Homer geprägt... Der konnte nämlich definitiv Hera nicht ab und hat das in seiner Illyas auch schön verwurstet. Homer ist aber weder der Chronist noch der Erfinder der griechischen Pantheon-Mythologie. Er war nur ein Geschichtenerzähler und da anscheinend noch nicht einmal einer der prominentesten. Er ist nur derjenige, von dem man Schriftliches überliefert bekam.
 
[Monogamie und Eifersucht]
>Na ja, wenn ich mich so umschaue, dann kommen mir eben gewöhnliche "Beziehungen" noch öfters als "Kisten" vor, selbst wenn es ein Goldener Käfig ist.<
Ich weiß nicht, was Du so um Dich herum erlebst und siehst, aber ich habe nicht die Erfahrung gemacht, daß sie eine Beziehung zwangsläufig in einen "goldenen Käfig" verwandeln muß. Natürlich ändert sich das eigene Leben! Natürlich erfahre ich gewisse Einschränkungen! Aber genauso natürlich gibt mir eine Beziehung etwas, das ich alleine niemals haben würde. Empfinde ich die Einschränkungen als unzumutbar oder überhaupt als solche, dann ist es sicherlich vernünftig die Sache mit der Beziehung zu überdenken.

>Und eine solche "Beziehung" wollte ich eben noch nie haben; d.h. ich wollte ja noch nie heiraten und auch kein Eheähnliches Verhältnis. Aber da habe ich natürlich auch wieder leicht reden, schliesslich wollte ich noch nie Kinder haben und habe mir deshalb auch noch nie irgendwelche beziehungskistenmässige Sorgen machen wollen.<
Worüber Du Dir Gedanken und Sorgen machst.... *kopfschüttel* Ich hab doch nicht mit jemanden eine Beziehung, weil ich unbedingt eine Beziehung haben will oder weil ich nicht alleine einschlafen, aufwachen, essen... oder auch Kinder haben will. Ich habe eine Beziehung zu einem Menschen!
Jemanden, den ich liebe! Jemand, der mich liebt! Weil die Gegenwart des anderen einem etwas gibt! Deswegen! Ist das bei einem nicht mehr der Fall, dann ist das schmerzlich und traurig, aber kaum zu ändern. Dann hat auch die Beziehung ihre Existenzberechtigung verloren. Aber natürlich ist es so, dass man auch lernen kann und muß in einer Beziehung zu leben. Eine Beziehung ist eben auch geprägt von einem gewissen Einklang (jedenfalls so stell ich mir das vor und wünsche ich mir das). Ein eigenes Zurückstecken, den eigenen Egosimus zügeln, weil der andere eben dies auch tut und einem bezüglich des eigenen Willens eben auch entgegenkommt. Das läuft natürlich nicht immer gut oder glatt. Natürlich hat man Streit! Natürlich fühlt man sich manchmal verletzt! Und natürlich ist man auch mal derjenige, der verletzt! Aber Disharmonie gehören nach meiner Erfahrung auch zu einer guten Beziehung, eben weil sie eben auch mal das dringend benötigte Ventil sind. Die gute Mitte macht´s mal wieder, aber im Durchschnitt... Und eben nicht ein Dauerstrichverhalten (um mal Dein Seimsographenbeispiel heranzuziehen), sondern ein gesundes Auf und Ab... Aber auch nicht unbedingt ein permanentes wildes Ausschlagen! Das geht zu sehr auf den Kreislauf und Blutdruck! *g* ;-)

>Wozu auch Verpflichtungen, wenn's nicht sein muss? Und was verstehst Du überhaupt unter Verpflichtungen?<
Paradebeispiel ist nicht fremdzugehen! Monogamie eben! Auch wenn mich mal der Hafer juckt, dem vielleicht sogar auch bis zu einem gewissen Punkt nachzugeben. Aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt! Flirten - unter den Augen meines Partners mies, aber an sich völlig okay! Aber eben nicht mit jemand anders in die Kiste steigen. Auch wenn ich in dem Moment auch noch so viel Lust habe! Diese Pflicht erlege ich mir auf, weil ich die Gefühle meiner Partnerin achten und schützen will. Aber es ist eine Pflicht, die ich gerne tue, denn sie geht Hand in Hand mit der Überlegung "Will ich das alles aus einer Laune heraus riskieren? - Nein!" Eine andere Art der Verpflichtung  ist natürlich schon, daß ich meine Partnerin in meine Lebensplanung mit einbeziehe! Das heißt wieder nicht, daß ich mein Leben völlig nach richten werde, aber eben schon versuche gerade an den größten Knackpunkten Kompromisse einzugehen! Sei es, daß das Wochenende eher uns gehört, weil wir da beide am meisten von einander haben. Das heißt, ich verplane es nicht mit meinen Freunden, aber es bitte schön auch kein Problem, wenn ich dann mal ein Wochenende tatsächlich was anderes vorhabe. Das Berücksichtigen der Partnerin bedeutet aber zum Beispiel nicht, daß ich alles was ich tue von ihr erst absegnen lassen muß. Wenn einen Abend eine Party ist und ich will gerne hin und sie nicht - oder umgekehrt -, dann geht man halt an diesem Abend getrennte Wege. Diese "Verpflichtungen" empfinde ich doch nicht als "Pflichten" wenn ich mich in einer Beziehung wohl fühle. Es sind Einschränkungen meines bisherigen Lebens, aber doch solche die ich gerne auf mich nehme. Diese Pflichten kommen doch von mir selbst heraus, aus dem Prinzip "Behandle andere so wie Du selbst behandelt werden willst!"

>Wer weiss. Aber sobald es eine "Pflicht" wäre... na irgendwie käme ich mir dann wohl eben eingesperrt vor. Und soweit will ich es erst gar nicht kommen lassen, zumal ich ja auch immer seeehr viel Ruhe und Freiraum brauche.<
Gehst Du wirklich ALLEN Verpflichtungen aus dem Weg?! Das kann ich mir nicht vorstellen! Aber sicher... wenn ich plötzlich mich nicht mehr bewegen kann und wohin ich mich auch wende immer mit den Wünschen und Erwartungen meiner Partnerin kollidiere, dann würde mir das die Sache aus vergälen! Aber das impliziert doch eine Beziehung an sich erst mal nicht. Das ist doch von den jeweiligen Menschen abhängig!

>Wenn ich mit einem Mann länger als drei Tage am Stück zusammen bin, kommen langsam Mord- und Totschlag-Gedanken auf (Was ich früher nur theoretisch vermutet habe, hat sich mittlerweile in einem Praxistest bestätigt! *smile*) und das wäre dann auf Dauer sicher auch nicht so toll! ;-)<
Wieso gehst Du bloß davon aus, daß man sich in einer Beziehung ständig auf der Pelle hocken muß?! Ich meine, jeder hat doch auch Freunde, die er mal alleine treffen will, Hobbies, die er schon immer alleine betrieben hatm etc. Hast Du wirklich so ein Bild einer Beziehung vor Augen.... "Schatz, wo bist Du denn?" - "Auf dem Klo, Zuckerschnute!" - "Du warst plötzlich weg! Beeil Dich - Ich vermisse Dich!" - "Natürlich Hasilein! Ich komme sofort!" *spül*
[...]


 


[Hera und Zeus]
>*seufz* Und woher hast Du das? Hera und Zeus gab´s außerhalb der griechischen Mythologie nicht!<
   So? *smile* Da habe ich eben was andere gehört bzw. gelesen... Aber da mir jetzt offen gestanden Hera und Zeus langsam ziemlich auf den Wecker gehen, können wir das vielleicht mal lassen? *schnupf-schnieffffff*
Die Leute, die irgendwann die "Griechische Mythologie" erfunden haben, werden sich wohl was dabei gedacht haben... ebenso wie die Männer, die dem angeblich geschlechtslosen "Gott" Männliche Artikel angedichtet haben.
 
[Monogamie und Eifersucht]
>Worüber Du Dir Gedanken und Sorgen machst.... *kopfschüttel* Ich hab doch nicht mit jemanden eine Beziehung, weil ich unbedingt eine Beziehung haben will oder weil ich nicht alleine einschlafen, aufwachen, essen... oder auch Kinder haben will.<
   Nicht selten kommt es mir aber GENAU SO vor, wenn ich mich so umschaue in der Welt!
>Ich habe eine Beziehung zu einem Menschen! Jemanden, den ich liebe! Jemand, der mich liebt!<
   So sollte es wohl im Idealfall sein. Aber manchmal genügt Liebe nicht, wenn man einfach in manchen/vielen Bereichen irgendwie nicht auch noch harmoniert; dass man sich liebt muss noch lange nicht heissen, dass man auch zusammen leben kann. Und wie oft hört man, dass der öde Alltag das reinste Gift für so manche Beziehung wäre... aber egal.
Ich für mich persönlich könnte mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, mit einem Mann zusammenzuleben (und dazu müssten wir nicht mal die ganze Zeit aneinander kleben); da müsste es schon eine seeehr grosse Villa sein und die getrennten Schlafzimmer weit voneinander entfernt, damit ich meine Ruhe haben kann... Vielleicht bin ich einfach schwierig, habe mir schon zu viele Marotten angewöhnt oder sonstwas, aber da ist mir eben eine "Freundschaftliche Affaire" (bzw. Freundschaft/Kumpelei mit Erotischer Komponente oder wie auch immer man es nennen will) lieber als eine "Feste Beziehung", zumal ich ja auch nichts mit gemeinsamer Lebensplanung am Hut habe und mich als Single wohl fühle.
Und dabei ist auf meinem Gefühls-Seismographen eben durchaus kein Dauerstrichverhalten, sondern die Ausschläge sind einfach im allgemeinen weniger hoch oder tief als bei vielen anderen Leuten. Vielleicht habe ich ja auch einfach ein Bisschen Paranoia, dass ich unbedingt möglichst unabhängig bleiben will?! ;-)

>>Wozu auch Verpflichtungen, wenn's nicht sein muss? Und was verstehst Du überhaupt unter Verpflichtungen?<<
>Paradebeispiel ist nicht fremdzugehen! Monogamie eben!<
   Tja, und von Monogamie als solches halte ich persönlich eben auch nicht so viel... Aber das soll jetzt auch keine Freikarte für's Fremdgehen sein: Wenn sich welche wirklich Treue geloben, dann sollten sie sich auch dran halten. Dass es in der Praxis mit der Monogamie oft auch nicht so toll läuft... na egal.

>... Diese Pflichten kommen doch von mir selbst heraus, aus dem Prinzip "Behandle andere so wie Du selbst behandelt werden willst!"<
   Ja, ein gutes Prinzip.
"Mit acht Worten Du die Hexenregeln erfüllst:
Solange Du niemand schadest - tu was Du willst!"

>Gehst Du wirklich ALLEN Verpflichtungen aus dem Weg?! Das kann ich mir nicht vorstellen!<
   Kommt wohl auf die "Verpflichtung" an, ob es lästig ist oder vielleicht sogar Spass macht (kann's ja auch geben *smile*)... Ich habe ja auch keine Lust, Steuern zu bezahlen, muss es aber trotzdem tun. Wenn ich keine Lust auf was anderes habe, kann ich mich aber vielleicht irgendwie drücken bzw. irgendwie dafür sorgen, dass sich ungeliebte Verpflichtungen nicht häufen... Das Leben ist zu kurz, um sich andauernd zu ärgern! Und negativen Stress versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden. Das heisst beispielsweise auch, dass ich schon lange nicht mehr zu jedem Apéro oder sonstigem Anlass gehe, wenn ich genau weiss, dass ich mich da ja eh nur langweilen und nach meinem kuschligen Bett sehnen werde... ;-)

>... Wie Du schon sagst, man spart sich sicherlich heftige negative Ausschläge auf Deinem Emotiographen, aber eben auch alle Guten.<
   Wobei es eben durchaus keine Null-Linie ist... *smile* Vielleicht sehe ich die Dinge auch einfach ein Bisschen anders... Wenn ich sage, ich hätte jemanden gern, dann würden andere vielleicht schon Tausend Liebesschwüre leisten oder so was in der Art. Wenn ich mich freue, dann fange ich meist verschwörerisch an zu lächeln, während andere vielleicht gleich einen Veitstanz aufführen würden, und wenn ich sage: "Das ist aber eine schöne Kacke!" dann würden andere vielleicht schon von Katastrophe und Weltuntergang reden und theatralisch werden... etc.pp.

>>[...] aber so wie ich nun mal  bin, wäre es geradezu katastrophal, wenn ich mich andauernd bis über beide Ohren verlieben würde.<<
>Wieso? Was würde denn dann so fürchterliches passieren!<
   Keine Ahnung... aber irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, als würde dann irgendwie schlussendlich was ganz furchtbares passieren. Vielleicht habe ich ja wirklich irgendwie eine Neurose, Psychose oder was auch immer? *ggg* Aber ist es denn wirklich sooo schlimm, wenn mal ein Mensch nicht an die "Grosse Liebe" glaubt und darauf womöglich ewigs vergeblich wartet, sondern lieber "die kleinen Freuden zwischendurch" geniessen will?
Ach ja, als ich noch jünger war, so im Kindergarten, war ich ja ganz am Anfang auch noch so richtig kitschig romantisch drauf und habe von einem Märchenprinzen geträumt; aber dann bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass Jungs doch einfach doof sind und ich lieber mein Schloss für mich alleine haben will, ohne Prinzen, der mir ständig auf den Wecker geht... *smile* Und als in der Schule dann ständig Briefchen rumgeschickt wurden etc.pp. (Wohl überflüssig zu erwähnen, dass ich nie einen solchen "Liebesbrief" erhalten habe, war schliesslich nicht gerade das, was man gemeinhin als "niedlich" bezeichnen würde... *smile* Erst viiiiel später bekam ich dann aber gelegentlich mal ganz liebe Mails *ggg*), da fand ich solches "Verliebtes Getue" einfach nur noch peinlich. Als hätten diese verliebten Turteltauben irgendwie gleich das Gehirn an der Kasse abgeben müssen... Und soooooo wollte ich jedenfalls nie werden! ;-)

>Allein war ich auch und daran gewöhnt hatte ich mich auch zeitweise, aber das war nie mein idealer Zustand!<
   Und für mich ist gerade das oft ein nahezu idealer Zustand...
>Nein, ich brauche auch die Nähe anderer Menschen!<
   Ja, zwischendurch brauche ich auch die Nähe anderer Menschen, aber "zuviel" vertrag ich nicht, dann werde ich total grantig, wenn ich nicht genug Ruhe und Zeit für mich selbst habe. Drum kann ich mir auch nicht vorstellen, mit jemandem zusammenzuwohnen... Auch Klassenlager waren früher meist ein ziemlicher Horror für mich, obwohl das ja eh nur auf eine Woche begrenzt war. Allein sein ist für mich eben normal - und wenn ich mal nicht alleine bin, so ist das für mich eine mehr oder weniger nette Abwechslung. Wobei ich eben (Internet sei Dank) in letzter Zeit etwas mehr "Abwechslung" habe als früher, wo ich privat selten unter Leute ging.
Handkehrum gibt es ja Menschen, die können einfach nicht alleine sein (was ich persönlich natürlich noch viel schlimmer finde als meine "Beziehungsphobie") - die sind dann wohl irgendwo wieder ganz am anderen Ende der Skala von "Wie viel Nähe braucht ein Mensch?"


 


[Hera und Zeus]
>... können wir das vielleicht mal lassen? *schnupf-schnieffffff*...<
Können wir... ich habe einen Anthropologie-Studenten darauf angesetzt! *gg*
 
[Monogamie und Eifersucht]
>Nicht selten kommt es mir aber GENAU SO vor, wenn ich mich so umschaue in der Welt!<
Aber es kommt doch nicht darauf an, was der Rest der Welt macht, will und denkt! Es geht doch bei einer Beziehung nur um zwei Menschen (jedenfalls bei mir - bei Dir mag das anders und dadurch komplizierter sein! ;-P *ggg*) und was die wollen und denken! Wenn Du den (bzw. einen - es wird sicher mehrere geben) richtigen findest, der genauso denkt wie Du... dann um Himmels willen, was hindert Dich daran, es zu versuchen?! Glaubst Du wirklich Du bist alleine mit Deinen Vorstellungen?! Um ehrlich zu sein... Ich kenne mehr Menschen (Männer wie Frauen), die JAHRELANG lieber alleine geblieben sind (vielleicht hier und da mal einen ONS hatten), aber eben nicht mit dem nächstbesten eine Beziehung wollten. Sie suchten keine Beziehung, sondern einen Menschen, mit dem sie eine Beziehung haben wollten! Das ist doch ein Riesenunterschied! Und diese Menschen wie ich meine stellen nicht eine solche Rarität dar, wie Du offenbar befürchtest... Zugegeben, phasenweise wollen Menschen vielleicht auch einfach nur den Halt und die Geborgenheit einer Beziehung, aber grundsätzlich wage ich das zu bezweifeln... Beziehung als Selbstzweck!

>So sollte es wohl im Idealfall sein. Aber manchmal genügt Liebe nicht, wenn man einfach in manchen/vielen Bereichen irgendwie nicht auch noch harmoniert; dass man sich liebt muss noch lange nicht heissen, dass man auch zusammen leben kann.<
Sicher, völlig richtig! Sehe ich auch so! Unter diesen Umständen würde ich mir eine Beziehung auch zweimal überlegen. Ich behaupte auch nicht, daß ich mit jeder die ich lieben würde, auch eine Beziehung möglich wäre!

>Und wie oft hört man, dass der öde Alltag das reinste Gift für so manche Beziehung wäre... aber egal.<
Stimmt! Hört man. Aber... das weiß man vorher nicht!

>Ich für mich persönlich könnte mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, mit einem Mann zusammenzuleben (und dazu müssten wir nicht mal die ganze Zeit aneinander kleben)[...]<
Du meinst, Du bist generell sozial inkompatibel?! *g* Verzeihung, aber bei allen Differenzen, die wir auch mit einander hatte und haben, daß kann ich mir nicht vorstellen oder bist Du überhaupt gar nicht in der Lage auch nur in noch so unbedeutenden Kleinigkeiten auf andere Menschen einzugehen? Oder beschränkt sich das etwa nur auf Männer?!

>Vielleicht bin ich einfach schwierig, habe mir schon zu viele Marotten angewöhnt oder sonstwas, aber da ist mir eben eine "Freundschaftliche Affaire" (bzw. Freundschaft/Kumpelei mit Erotischer Komponente oder wie auch immer man es nennen will) lieber als eine "Feste Beziehung", zumal ich ja auch nichts mit gemeinsamer Lebensplanung am Hut habe und mich als Single  wohl fühle.<
Marotten gewöhnt sich wohl jeder an... Ich weiß auch nicht, ob ich in meinem augenblicklichen Zustand überhaupt beziehungsfähig bin. Ich fühle mich als Single eigentlich auch wohl, aber mir fehlt da halt etwas... Dir vielleicht nicht, da Du ja offensichtlich anderweitig keine Probleme hast, Dir "zu holen", was Du an Zuneigung, Nähe, Erotik und Sex brauchst, aber ich. Und da frage ich mich doch schon, ob ich nicht anders glücklicher wäre.

>Vielleicht habe ich ja auch einfach ein Bisschen Paranoia, dass ich unbedingt möglichst unabhängig bleiben will?! ;-)<
Das wäre ja allerdings auch wieder typisch für uns Wassermänner und -frauen... ;-) Die SehnSUCHT nach Freiheit... Greif zu fest nach einem Wassermann und er/sie glitscht davon! Verhalte mich da streckenweise nicht unähnlich, nur ob es in einer Beziehung so laufen muß halte ich für fraglich... Ich sehe um mich herum wunderbare Beispiel, in denen es funktioniert... und auch solche, wo ich schreien - meine LieblingsCDs zurücklassend - davonrennen würde... *gg*

>Tja, und von Monogamie als solches halte ich persönlich eben auch nicht so viel... Aber das soll jetzt auch keine Freikarte für's Fremdgehen sein: Wenn sich welche wirklich Treue geloben, dann sollten sie sich auch dran halten.<
Eben... Mir geht´s doch nicht um das "bis daß der Tod euch scheide"... brrr! Ich halte Monogamie (jedenfalls für mich!) selbstmurmelnd, eben für keine direkte VerPFLICHTung. Ich liebe sie, will sie... begehre vielleicht andere, aber bleibe dann doch bei ihr, auch wenn ich die andere haben könnte, eben weil ich sie liebe und nicht verletzen will! Ich stelle gewissermaßen ganz egoistisch einfach mein Langzeitbedürfnis (meine Liebe) über meine augenblickliches Begehren (Lust). Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich mich dabei so empfindlich beschneide und mich eingeengt fühle... rein gefühlsmäßig!
 
>"Mit acht Worten Du die Hexenregeln erfüllst: Solange Du niemand schadest - tu was Du willst!"<
hmm... sag mal, hast Du irgendwann mal einen Traum gehabt, in dem Dich ein schwarzer Mann ohne Gesicht namens Nyralathetothep in ein gewisses Buch mit Deinem eigenen Blut Deinen wahren Seelennamen hat schreiben lassen? *gg*

["Ich liebe Dich!"]
... Meine Erfahrung lehrt mich, daß ich erst mit einer Frau kennenlernen muß, bevor ich mich in sie verliebe. Ich muß Vertrauen zu ihr haben können und - fast noch wichtig! - sie muß mir Vertrauen entgegenbringen... Daraus haben sich bei mir immer die tiefsten Gefühle entwickelt... Das selbe gilt natürlich auch für Sympathie und auch für eine gewisse körperliche Attraktivität... aber ich habe schon mehrfach erlebt, wie ich vertraute, liebe, aber eigentlich objektiv (wenn das überhaupt geht!) weniger attraktive Frauen als viel erotischer und verführerischer betrachtet habe als die schönste Frau, zu der ich einfach keinen Zugang auf dieser menschlichen Ebene gefunden habe... Ich verliebe mich nicht leicht! Das macht es auch etwas schwer...

> Ausser natürlich EHE = Errare Humanum Est = Irren ist menschlich! ;-)<
*lol* Das der natürlich von Dir kommt, war klar! *ggg* 


 


[Hera und Zeus]
>Können wir... ich habe einen Anthropologie-Studenten darauf angesetzt! *gg*<
   WOW! Und der schreibt Dir nun eine Abhandlung über die Historischen Entwicklungen oder wie oder was? Auf diese Dissertation wäre ich dann auch neugierig... ;-)

[Monogamie und Eifersucht]
Also langsam deucht es mich, dass unsere Vorstellungen ja eigentlich gar nicht sooo weit auseinandergehen, wie es mir anfänglich schien... *smile*
Ich mag Dir eine "Beziehung" wirklich gönnen - aber ich bleibe halt lieber "Single mit Freundschaftlichen Affairen"... ;-)

>Du meinst, Du bist generell sozial inkompatibel?! *g* Verzeihung, aber bei allen Differenzen, die wir auch mit einander hatte und haben, daß kann ich mir nicht vorstellen oder bist Du überhaupt gar nicht in der Lage auch nur in noch so unbedeutenden Kleinigkeiten auf andere Menschen einzugehen?<
   Ich kann durchaus auf andere Menschen eingehen (aber ob ich auch immer will, ist natürlich wieder eine andere Frage! *smile*) - ich kann mir nur nicht vorstellen, mit einem Mann zusammenzuleben. Die Vorstellung, abends öfters mal bzw. jede Nacht einen Mann an meiner Seite zu haben, jagt mir kalte Schauer den Rücken runter. So schön es auch sein kann, aber das Zusammensein mit anderen Menschen (inkl. Schatzilein) empfinde ich eben auch als Stress (wenn ich gut drauf bin ist es positiver Stress, doch es könnte sich auch ganz schnell in negativen Stress wandeln und dann bin ich schnell genervt), weshalb ich auch so ungefähr nach drei Tagen jeden Mann am liebsten auf den Mond schiessen würde, damit ich endlich mal wieder meine Ruhe habe. (Also wenn alle Leute einfach "Besuchsehe" praktizieren würden und ansonsten mehr oder weniger für sich alleine wohnen täten, gäbe es sicher auch viel weniger Knatsch zwischen Männern und Frauen... *ggg* Ist aber natürlich nur so eine Theorie von mir...)
>Oder beschränkt sich das etwa nur auf Männer?!<
   Mit einer Frau könnte ich wohl ebenso wenig zusammenleben. WG ist irgendwie nix für mich... d.h. die WG mit meinem Vater reicht völlig, aber an den habe ich mich auch schon seit meiner Geburt gewöhnen können, der gehört gewissermassen zum Inventar und ist deshalb kein wirklich "Störfaktor" für meine Ruhe... ;-)

>Marotten gewöhnt sich wohl jeder an... Ich weiß auch nicht, ob ich in meinem augenblicklichen Zustand überhaupt beziehungsfähig bin. Ich fühle mich als Single eigentlich auch wohl, aber mir fehlt da halt etwas...<
   Und mir kam es eben früher eigentlich nie so vor, als würde etwas fehlen. Aber jetzt, da ich Männer kennengelernt habe, obwohl ich ja eigentlich gar keine gesucht habe, bin ich aber auch nicht besonders traurig... *fg* ;-)
>Dir vielleicht nicht, da Du ja offensichtlich anderweitig keine Probleme hast, Dir "zu holen", was Du an Zuneigung, Nähe, Erotik und Sex brauchst, aber ich. Und da frage ich mich doch schon, ob ich nicht anders glücklicher wäre.<
   Es kommt natürlich immer auf das subjektive Empfinden an. Wenn Du meinst, Dir fehlt was, dann suche das ruhig (geht natürlich einfacher, wenn man genau weiss, was einem eigentlich fehlt)... Aber wenn eben jemand findet, ihm fehlt doch eigentlich gar nix, wieso sollte er/sie sich dann verrückt machen, irgendwas zu suchen, nur weil vielleicht die Gesellschaft (Familie, Freunde etc.pp.) vielleicht meinen, dass sich das doch so gehören würde? Beispielsweise bin ich wohl objektiv gesehen viel allein. Aber da ich mich subjektiv nicht einsam fühle, stört mich das auch nicht, also alles paletti in meinen Augen. Dass meine Brüder ihre kleine Schwester für etwas seltsam hielten, war mir schnuppe. Und jetzt, wo ich Männerbekanntschaften habe, finden mich meine Brüder auch wieder etwas seltsam... mir doch egal! *fg* Ausserdem sind die doch bloss neidisch... *sadistisch-grins* ;-)

>Das wäre ja allerdings auch wieder typisch für uns Wassermänner und -frauen... ;-) Die SehnSUCHT nach Freiheit... Greif zu fest nach einem Wassermann und er/sie glitscht davon!<
   Stimmt auffallend! Wie Quecksilber! ;-)
 
>>"Mit acht Worten Du die Hexenregeln erfüllst: Solange Du niemand schadest - tu was Du willst!"<<
>hmm... sag mal, hast Du irgendwann mal einen Traum gehabt, in dem Dich ein schwarzer Mann ohne Gesicht namens Nyralathetothep in ein gewisses Buch mit Deinem eigenen Blut Deinen wahren Seelennamen hat schreiben lassen? *gg*<
   Nicht dass ich wüsste! *ggg* Nyranlathetothep?! Klingt ja irgendwie schwer ägyptisch! Ist der auch aus "Die Mumie"? Irgendwann muss ich diese Bildungslücke auch mal schliessen, nachdem ich erst kürzlich auch schon in den Genuss von "Matrix" kam... ;-)
Diese "Hexenregeln" galten übrigens auch im Matriarchat: Du darfst alles tun, solange Du nicht schadest... "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu!" Ist also nix neues. Gab es sicher auch im Alten Ägypten... ;-)
[...]

>Ich will Dir kein schlechtes Gewissen einreden! Komme ich etwa so bei Dir an?!<
   Na ja, also einige Momente lang ist es mir wirklich mal so vorgekommen à la "Bluni in moralischer Entrüstung - wie kann frau nur!" ;-)
>Ich versuche auf der einen Seite, Dich zu verstehen und auf der anderen Dir klarzumachen, daß ich nicht denke, daß das was Du von einem einzelnen Mann befürchtest zwangsweise so eintreffen muß!<
   Na ja, mag ja alles sein, aber bislang ist mir auch noch nie ein einzelner Mann über den Weg gelaufen, bei dem ich so "schwach" geworden wäre, dass ich all meine "Prinzipien" über Bord werfen würde... Und ich habe eigentlich auch keine grosse Lust, nach so einem Mann zu suchen, denn ich wüsste wohl wirklich nicht so recht, was ich mit dem dann anfangen sollte... Da hab ich lieber einen Männer-Harem! ;-)
 
>>... Vielleicht habe ich ja wirklich irgendwie eine Neurose, Psychose oder was auch immer? *ggg*<
>Klingt nicht sehr durchdacht... im Gegensatz zu vielem anderen, das ich bisher von Dir gehört habe! ;-)<
   Könnte das vielleicht auch daran liegen, dass ich eigentlich gar nicht zuviel darüber nachdenken will?! *ggg* Ich liebe meine Mutter, meine Familie... aber mit Nicht-Familienmitgliedern habe ich mich irgendwie schon immer etwas schwer getan. Schon als Kind ist es mir irgendwann komisch vorgekommen, dass ich mich eines schönen Tages plötzlich in einen wildfremden Mann verlieben sollte, also habe ich wohl irgendwann beschlossen, dass ich mich erst gar nicht verlieben will (jedenfalls nicht so richtig), dann gibt's auch keine Scherereien. Tja, irgendwie ist mir das wohl ganz gut gelungen... ;-)
[...]
Wie heisst es doch so schön: "Gelegenheit mach Liebe!" bzw. "Tugend ist Mangel an Gelegenheit!" ;-)

>... Ich sehe eine Beziehung nicht notwendigerweise für so endgültig, wie Du das offenbar tust und das macht es mir vielleicht auch leichter mich darauf einlassen zu wollen.<
   Na ja, eine "Feste Beziehung" müsste ja durchaus nicht endgültig sein, doch je fester man zusammen ist (zusammen wohnen, heiraten, womöglich noch Kinder), desto schwieriger wird hinterher auch wieder das auseinandergehen, wenn man sich auseinandergelebt hat. Allein der Papierkram bei einer Scheidung! *ächz* Auf solche administrativen und sonstigen Verwicklungen habe ich eben schon gar keine Lust. Darum würde ich wohl nicht mal dann mit einem Mann zusammenziehen oder ihn gar heiraten, wenn plötzlich der absolute Traummann vom Himmel herabgebeamt kommt! *ggg* ;-)

>>[...] aber dann bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass Jungs doch einfach doof sind und ich lieber mein Schloss für mich alleine haben will, ohne Prinzen, der mir ständig auf den Wecker geht... *smile*<<
>Die moderne Einstellung der Frau von heute... *ggg* Gleich nebenan steht die Wasserburg des Jungen, der diese kichernden, aufgedonnerten Prinzeßchens so doof fand...<
   Hihihi, ich fand diese Prinzesschen meist auch immer so doof - darum habe ich mich lieber als Hexe verkleidet! *hexenhaft-lächel* Ausserdem wollte ich sowieso immer lieber selbst mit den Drachen spielen und fand es schrecklich, wenn irgendwelche blöden Ritter ständig auf Drachenjagd gehen wollten... ;-)
 
["Ich liebe Dich!"]
Na das klingt ja alles eigentlich noch ganz vernünftig mit dem Vertrauen und den Gefühlen! ;-)


 

[to be continued?!]

Und hier geht's wieder zur Sammelsurium-Seite


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